Aktuelles aus der Gemeinde vom 05. Februar 2019

 

Pläne und Herausforderungen für 2019:

  

Gemeinde plant den Kauf der Felseneremitage

Um die Felseneremitage vor dem Verfall zu schützen, hat die Ortsgemeinde am 16.01.2019 den Beschluss gefasst, das Gelände der historischen Felseneremitage von der Stiftung Kreuznacher Diakonie zu kaufen.

Seit Mai 2006 (!) muss sich der Gemeinderat ständig mit dem Baugebiet „Heideparker Hof“ beschäftigen. Alle Jahre wieder dasselbe Thema. Eine fast schon unglaubliche Geschichte. Ich habe sehr viel Verständnis, wenn kaum noch jemand durch diese komplexe Materie durchsteigt. Meine Damen und Herren, glauben Sie mir, ich wäre sehr froh und dankbar, wenn ich dieses leidige Problem endlich ad acta legen könnte! Leider macht uns die Kreisverwaltung einen Strich durch diese Rechnung.
Halten wir fest: Wir haben immer deutlich gemacht, dass wir die Bebauung dieses Gebietes wollen, wenn auch nicht so wie es der Investor schließlich mit Hilfe der Verwaltungsgerichtsbarkeit durchsetzen konnte. Nun ist streitig, ob auch das Gelände westlich des Wirtschaftsweges, dort wo immer noch die Reithalle steht, bebaut werden kann. Die Kreisverwaltung steht auf dem Standpunkt, dass diese Fläche nur in erster und nicht auch in zweiter und dritter Reihe bebaut werden kann. Dies hätte zur Folge, dass die Grundstücke längs des Wirtschaftsweges eine Tiefe von ca. 60 m hätten oder aber der hintere Grundstücksteil Grünland werden würde. Die Gemeinde hat deutlich gemacht, dass es keinen Sinn gibt, wenn große Flächen des Geländes des „Heideparker Hofes“ nicht bebaut werden können und letztlich vielleicht brach liegen. Nun könnte es der Gemeinde egal sein, ob in zweiter und dritter Reihe gebaut wird. Die Haltung der Kreisverwaltung und des Kreisrechtsausschusses führt aber letztlich dazu, dass die Gemeinde den Wirtschaftsweg (es ist immer noch keine für den Straßenverkehr gewidmete Straße!) und den Flurweg nicht ausbauen kann – mit allen durchaus sichtbaren Folgen für die Eigentümer dieses Gebietes.  2019 sollte eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts ergehen, welches hoffentlich für endgültige Klarheit sorgt.
Rufen wir uns in Erinnerung: 2012 hat das VG Koblenz und im Anschluss das OVG Rheinland-Pfalz in Koblenz die nach wie vor nicht nachvollziehbare Grundlage für die Entwicklung des Baugebietes geschaffen und u.a. den Wirtschaftsweg als Erschließungsstraße ausgewiesen!

Auch ein weiteres Baugebiet scheint vor der Erschließung zu stehen: der „Tullius-Hof“ zwischen Naheweinstraße und Breslauer Straße. Nachdem die Ortsgemeinde Anfang 2017 das Kaufangebot der Eigentümer aus finanziellen Gründen ablehnen musste, sind einige Investoren an die Gemeinde herangetreten und haben ihre Pläne vorgestellt. Letztlich sind die Eigentümer wohl mit einem Investor im Gespräch, der das Gebiet in Einklang mit dem Bebauungsplan mit ca. 25 Doppelhäusern bebauen will. Sollte es 2019 dazu kommen – der Gemeinderat hat keine Einwände erhoben – so wird Bretzenheim stark wachsen

Damit sind wir bei der Kindertagesstätte

Der bereits genannte Container wird nur eine vorübergehende Entlastung bringen. Deswegen hat sich der Gemeinderat schon sehr früh in 2017 und mit bemerkenswerter Klarheit dafür ausgesprochen, den Container nur als Übergang zu sehen und eine große Kita-Erweiterung zu planen.

Neues Kindertagesstätte-Gebäude geplant

Nachdem erfreulicherweise immer mehr Kinder in Bretzenheim geboren werden bzw. Familien nach Bretzenheim ziehen, hat der Ortsgemeinderat in seiner Sitzung am 27.06.2018 einstimmig beschlossen, einen Neubau als zusätzliche Kita zu planen.

Ortsgemeinderat stimmt gegen den Neubau einer Kita an der Kronenberghalle; Neubau auf dem Freizeitplatz in der Freiherr-vom-Stein-Straße neben dem Kita-Gebäude geplant

 Der Lenkungsausschuss mit Vertretern des Gemeinderates, der Kita und des Elternbeirates der Kita hat in seiner Sitzung am 21.01.2019 einstimmig den Plan angenommen, der am 20.02.2019 vom Gemeinderat abgesegnet werden soll. Es soll ein 5-gruppiger Ergänzungsbau entstehen. Den Plan können Sie hier einsehen. Damit wird ein weiteres, sehr großes Bauvorhaben in Bretzenheim verwirklicht, das mindestens 3 Mio. EUR kosten wird. Eine Investition in unsere Zukunft.

Am 31.08.2018 erfolgte der Spatenstich für die Erweiterung der Grundschule. Damit wird die räumliche Enge in der Grundschule in absehbarer Zeit beseitigt, damit die Lehrerinnen und Lehrer unter der Führung von Herrn Rektor Rudi Wolff ihre erfolgreiche Arbeit für unsere Grundschulkinder noch besser erledigen können. Diese Baumaßnahme wird eine weitere Aufwertung unseres Grundschulstandortes, nachdem wir 2016 die Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Kita mit der Bereitstellung von schmackhaftem Essen, zubereitet von unserem Kita-Küchenteam unter Leitung von Frau Ute Wagner in unserer neuen Kita-Küche vertiefen konnten. Damit konnte der lang gehegte Wunsch der Elternschaft auf Errichtung einer Betreuenden Grundschule in Bretzenheim erfüllt werden. Der Bau soll zum neuen Schuljahr 2019/2020 seiner Bestimmung übergeben werden.

Auch der Friedhof soll eine weitere Aufwertung erhalten: Durch eine neue Urnenbegräbnisstätte.

Die Beerdigungskultur wandelt sich. Da mittlerweile fast dreiviertel der Beisetzungen in Form von Urnenbestattungen stattfinden, muss die Gemeinde schnell reagieren, da die dafür vorgesehenen Grabstätten zur Neige gehen. Deswegen ist  der Bau einer groß angelegten würdigen Urnenbegräbnisstätte geplant, die den heute geforderten Formen der Urnenbeisetzung gerecht wird.

Der Ortsgemeinderat hat die Arbeiten zwischenzeitlich vergeben, so dass mit der Fertigstellung in 2019 gerechnet werden kann.

2019 soll der Premiumwanderweg “Eremitenpfad” endlich Wirklichkeit werden.

Nachdem wir am 25. Juni 2017 dank des unermüdlichen Einsatzes von Herrn Willi Hermes und seinen „Männern“ im Rahmen des überregionalen Wandererlebnistages die geplante „Vitaltour Eremitenpfad“ mit großem Erfolg der Öffentlichkeit vorstellen konnten, soll in diesem Jahr die Wegeführung endgültig festgelegt und den Vorgaben entsprechend beschildert werden. Die Gemeinde will den Weg als Vitaltour ausbauen und strebt das Zertifikat „Premium-Wanderweg“ vom Deutschen Wanderinstitut an. Dazu erhält die Ortsgemeinde aus dem europäischen LEADER-Programm einen Zuschuss in Höhe von gut 16.000 EUR. D

Um nicht nur unser touristisches Potential weiter zu entwickeln, sondern auch die umweltgerechte Mobilität voranzubringen, wurde der Radweg von Bretzenheim über die Eremitage und Guldental nach Windesheim fertiggestellt. 

Sanierung der Spielplätze

Mit maßgeblicher Beteiligung der FWL unter Führung von Ratsmitglied Angelika Seidel wurde begonnen, den Spielplatz in der Freiherr-vom-Stein-Straße zu sanieren. Dieser ist mittlerweile fertig.

Ausbau der Bürgerbeteiligung

Nachdem Bretzenheim neben seiner umfassenden Homepage nun auch in Facebook aktiv ist und erfolgreich den Newsletter mit mittlerweile 50 Abonnenten ins Leben gerufen hat, soll die Bürgerbeteiligung weiter ausgebaut werden, um alle Aktivitäten in Bretzenheim noch transparenter zu machen.

Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Langenlonsheim und Stromberg

Auch dieses Thema betrifft zunächst die Verbandsgemeinde. Dieser von der Landesregierung gewünschte Zusammenschluss wird starke Auswirkungen auch auf Bretzenheim, besonders unseren Haushalt haben. Mittlerweile haben beide Verbandsgemeinden dem Entwurf des Vertrages zugestimmt. Der Vertrag wurde am 13. Januar 2019 in einem festlichen Akte unterzeichnet. Im Anschluss müssen die Ortsgemeinden zustimmen. Es wird eine große Zustimmung erwartet. Damit kann die neue Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg zum 01.01.2020 an den Start gehen.

Zukunft der Guldenbachbrücke an der Eremitage

Im Sommer 2016 führte die Technische Hochschule Mittelhessen, Campus Gießen, Fachbereich Bau, Fachgebiet Stahl-, Verbund- und Holzbau unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Betram Kühn im Rahmen eines Brückbaukurses eine Masterarbeit zum Zustand und der Zukunft der Guldenbachbrücke durch. Im Rahmen der Einwohnerversammlung stellten die Studentinnen und Studenten ihre Studie in einer Präsentation vor. Das Ergebnis ist, dass die im Eigentum der Kreuznacher Diakonie stehende Brücke gesperrt bleiben muss. Über eine neue Brück kann momentan keine belastbare Aussage getroffen werden. Es wird Aufgabe aller sein, sich für eine neue Brücke in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Guldental und der Verbandsgemeinde Langenlonsheim im Rahmen der geplanten Radwegekonzeption und der damit verbundenen Anbindung des Hunsrücks an den Nahetalradweg und das Obere Mittelrheintal stark zu machen. Eine erste Kostenschätzung eines Holz verarbeitenden Unternehmens für Brückenbau beläuft sich auf 361.000 EUR brutto (incl. Nebenleistungen).

 In 2019 sollen neue Anstrengungen unternommen werden, um für einen Ersatz zu sorgen.

Baugrundstücke

In Bretzenheim gibt es momentan keine Bau-bzw. Gewerbegrundstücke, die von der Gemeinde veräußert werden.