Aktuelles aus der Gemeinde

Pläne und Herausforderungen für 2018:

 

Baugebiete

Seit Mai 2006 (!) muss sich der Gemeinderat ständig mit dem Baugebiet „Heideparker Hof“ beschäftigen. Alle Jahre wieder dasselbe Thema. Eine fast schon unglaubliche Geschichte. Ich habe sehr viel Verständnis, wenn kaum noch jemand durch diese komplexe Materie durchsteigt. Meine Damen und Herren, glauben Sie mir, ich wäre sehr froh und dankbar, wenn ich dieses leidige Problem endlich ad acta legen könnte! Leider macht uns die Kreisverwaltung einen Strich durch diese Rechnung.
Halten wir fest: Wir haben immer deutlich gemacht, dass wir die Bebauung dieses Gebietes wollen, wenn auch nicht so wie es der Investor schließlich mit Hilfe der Verwaltungsgerichtsbarkeit durchsetzen konnte. Nun ist streitig, ob auch das Gelände westlich des Wirtschaftsweges, dort wo immer noch die Reithalle steht, bebaut werden kann. Die Kreisverwaltung steht auf dem Standpunkt, dass diese Fläche nur in erster und nicht auch in zweiter und dritter Reihe bebaut werden kann. Dies hätte zur Folge, dass die Grundstücke längs des Wirtschaftsweges eine Tiefe von ca. 60 m hätten oder aber der hintere Grundstücksteil Grünland werden würde. Die Gemeinde hat deutlich gemacht, dass es keinen Sinn gibt, wenn große Flächen des Geländes des „Heideparker Hofes“ nicht bebaut werden können und letztlich vielleicht brach liegen. Nun könnte es der Gemeinde egal sein, ob in zweiter und dritter Reihe gebaut wird. Die Haltung der Kreisverwaltung und des Kreisrechtsausschusses führt aber letztlich dazu, dass die Gemeinde den Wirtschaftsweg (es ist immer noch keine für den Straßenverkehr gewidmete Straße!) und den Flurweg nicht ausbauen kann – mit allen durchaus sichtbaren Folgen für die Eigentümer dieses Gebietes. Ich habe aber die berechtigte Hoffnung, dass noch in 2018 eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts ergehen wird, welches hoffentlich für endgültige Klarheit sorgt.
Rufen wir uns in Erinnerung: 2012 hat das VG Koblenz und im Anschluss das OVG Rheinland-Pfalz in Koblenz die nach wie vor nicht nachvollziehbare Grundlage für die Entwicklung des Baugebietes geschaffen und u.a. den Wirtschaftsweg als Erschließungsstraße ausgewiesen!

Auch ein weiteres Baugebiet scheint vor der Erschließung zu stehen: der „Tullius-Hof“ zwischen Naheweinstraße und Breslauer Straße. Nachdem die Ortsgemeinde Anfang 2017 das Kaufangebot der Eigentümer aus finanziellen Gründen ablehnen musste, sind einige Investoren an die Gemeinde herangetreten und haben ihre Pläne vorgestellt. Letztlich sind die Eigentümer wohl mit einem Investor im Gespräch, der das Gebiet in Einklang mit dem Bebauungsplan mit ca. 25 Doppelhäusern bebauen will. Sollte es 2018 dazu kommen – der Gemeinderat hat keine Einwände erhoben – so wird Bretzenheim stark wachsen

Damit sind wir wieder bei der Kindertagesstätte

Der bereits genannte Container wird nur eine vorübergehende Entlastung bringen. Deswegen hat sich der Gemeinderat schon sehr früh in 2017 und mit bemerkenswerter Klarheit dafür ausgesprochen, den Container nur als Übergang zu sehen und eine große Kita-Erweiterung zu planen.

Neues Kindertagesstätte-Gebäude geplant
Nachdem erfreulicherweise immer mehr Kinder in Bretzenheim geboren werden bzw. Familien nach Bretzenheim ziehen, hat der Ortsgemeinderat in seiner Sitzung am 27.06.2018 einstimmig beschlossen, als Alternative zu einer Aufstockung bzw. eines Anbaus an der bestehenden Kita einen Neubau an der Kronenberghalle als zusätzliche Kita zu planen. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen der Kita “Fltz-Kids” und dem Elternbeitat wird der Ortsgemeinderat alle Möglichkeiten ausloten, um schnellstens eine Lösung der dringenden Raumprobleme zu schaffen. Es ist allerdings aufgrund der Vorgaben nicht damit zu rechnen, dass der Neubau vor Ende 2019 in Betrieb gehen kann. Sollte ein konventionell errichtetes Gebäude in Betracht kommen, wird die Inbetriebnahme frühestens Mitte 2020 erfolgen können.

In gleichem Zusammenhang steht auch eine Erweiterung der Grundschule, dessen Bau noch in 2018 begonnen werden soll. Die Rohbauarbeiten wurden vom Verbandsgemeinderat vergeben. Ich bin sehr froh, dass der Verbandsgemeinderat entschieden hat, mittels eines konventionell gebauten Anbaus die räumliche Enge in der Grundschule zu beseitigen, damit die Lehrerinnen und Lehrer unter der Führung von Herrn Rektor Rudi Wolff ihre erfolgreiche Arbeit für unsere Grundschulkinder noch besser erledigen können. Diese Baumaßnahme wird eine weitere Aufwertung unseres Grundschulstandortes, nachdem wir 2016 die Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Kita mit der Bereitstellung von schmackhaftem Essen, zubereitet von unserem Kita-Küchenteam unter Leitung von Frau Ute Wagner in unserer neuen Kita-Küche vertiefen konnten. Damit konnte der lang gehegte Wunsch der Elternschaft auf Errichtung einer Betreuenden Grundschule in Bretzenheim erfüllt werden.

Auch der Friedhof soll eine weitere Aufwertung erhalten: Durch eine neue Urnenbegräbnisstätte.

Die Beerdigungskultur wandelt sich. Da mittlerweile fast dreiviertel der Beisetzungen in Form von Urnenbestattungen stattfinden, muss die Gemeinde schnell reagieren, da die dafür vorgesehenen Grabstätten zur Neige gehen. Deswegen ist in 2018 der Bau einer groß angelegten würdigen Urnenbegräbnisstätte geplant, die den heute geforderten Formen der Urnenbeisetzung gerecht wird.
Der Ortsgemeinderat hat beschlossen, die zunächst für 2018 geplante Maßnahmen in das Frühjahr 2019 zu verschieben, da aufgrund der wirtschaftlich stark ausgelasteten Unternehmen ein finanziell annehmbares Ausschreibungsergebnis momentan nicht zu erwarten ist. Der Ortsgemeinderat sich sich verpflichtet, mit dem ihm anvertrauten Steuermittel sorgsam umzugehen!

In diesem Jahr soll der Premiumwanderweg endlich Wirklichkeit werden.

Nachdem wir am 25. Juni 2017 dank des unermüdlichen Einsatzes von Herrn Willi Hermes und seinen „Männern“ im Rahmen des überregionalen Wandererlebnistages die geplante „Vitaltour Eremitenpfad“ mit großem Erfolg der Öffentlichkeit vorstellen konnten, soll in diesem Jahr die Wegeführung endgültig festgelegt und den Vorgaben entsprechend beschildert werden. Die Gemeinde will den Weg als Vitaltour ausbauen und strebt das Zertifikat „Premium-Wanderweg“ vom Deutschen Wanderinstitut an. Dazu erhält die Ortsgemeinde aus dem europäischen LEADER-Programm einen Zuschuss in Höhe von gut 16.000 EUR.

Um nicht nur unser touristisches Potential weiter zu entwickeln, sondern auch die umweltgerechte Mobilität voranzubringen, steht in diesem Jahr der Ausbau des Radwegenetzes

Mit großer finanzieller Unterstützung des Landesbetriebes Mobilität (LBM) soll der Radweg von der Eremitage nach Guldental ausgebaut, d.h. asphaltiert werden. Jeder der diesen Weg gerade in der Winterzeit nutzen will weiß, wie wichtig diese Verbindung ist, die bis nach Windesheim weitergeführt werden und schließlich in nicht allzu ferner Zukunft Stromberg und den Hunsrück an den Naheradweg anbinden soll.

Sanierung der Spielplätze

Mit maßgeblicher Beteiligung der FWL unter Führung von Ratsmitglied Angelika Seidel wurde begonnen, den Spielplatz in der Freiherr-vom-Stein-Straße zu sanieren. Mit der Fertigstellung ist in den nächsten Wochen zu rechnen.

Ausbau der Bürgerbeteiligung

 Nachdem Bretzenheim neben seiner umfassenden Homepage nun auch in Facebook aktiv ist und erfolgreich den Newsletter mit mittlerweile 50 Abonnenten ins Leben gerufen hat, soll die Bürgerbeteiligung weiter ausgebaut werden, um alle Aktivitäten in Bretzenheim noch transparenter zu machen.

Eingliederung der VG Stromberg in die VG Langenlonsheim

 Auch dieses Thema betrifft zunächst die Verbandsgemeinde. Aber, meine Damen und Herren, diese von der Landesregierung gewünschte Eingliederung wird starke Auswirkungen auch auf Bretzenheim, besonders unseren Haushalt haben. Es wird die Aufgabe der Lenkungsgruppe, der ich als einer von zwei Ortsbürgermeistern unserer VG angehöre, sein, durch Ziel führende Verhandlungen mit der VG Stromberg hier die richtigen Weichenstellungen zu treffen, damit diese Eingliederung nicht zu einem Fiasko für alle wird. Wenn uns keine Einigung mit der VG Stromberg bis 2019 gelingt, wird die Landesregierung aller richtigen Argumente zum Trotz eine Zwangsfusion per Landesgesetz durchsetzen. Dies kann nicht gewollt sein.

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Zukunft der Guldenbachbrücke an der Eremitage

Im Sommer 2016 führte die Technische Hochschule Mittelhessen, Campus Gießen, Fachbereich Bau, Fachgebiet Stahl-, Verbund- und Holzbau unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Betram Kühn im Rahmen eines Brückbaukurses eine Masterarbeit zum Zustand und der Zukunft der Guldenbachbrücke durch. Im Rahmen der Einwohnerversammlung stellten die Studentinnen und Studenten ihre Studie in einer Präsentation vor. Das Ergebnis ist, dass die im Eigentum der Kreuznacher Diakonie stehende Brücke gesperrt bleiben muss. Über eine neue Brück kann momentan keine belastbare Aussage getroffen werden. Es wird Aufgabe aller sein, sich für eine neue Brücke in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Guldental und der Verbandsgemeinde Langenlonsheim im Rahmen der geplanten Radwegekonzeption und der damit verbundenen Anbindung des Hunsrücks an den Nahetalradweg und das Obere Mittelrheintal stark zu machen. Eine erste Kostenschätzung eines Holz verarbeitenden Unternehmens für Brückenbau beläuft sich auf 361.000 EUR brutto (incl. Nebenleistungen).

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Baugrundstücke

In Bretzenheim gibt es momentan keine Bau-bzw. Gewerbegrundstücke, die von der Gemeinde veräußert werden.